Februar 2012

4. Thoraxsymposium des Thoraxzentrums Ruhrgebiet am 3. und 4. Februar 2012
Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, p>
wir freuen uns, Sie auch in diesem Jahr zu unserem mittlerweile 4. Thoraxsymposium des Thoraxzentrums Ruhrgebiet einzuladen. Das vergangene Jahr hat weitere Fortschritte im Ausbau unseres Thoraxzentrums erbracht. Unser von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Lungenzentrum hat seine erste Auditierung erfolgreich bestanden. Die Erweiterung unseres Krankenhauses macht ebenfalls große Fortschritte, so dass im Laufe des Jahres drei weitere Stationen neu bezogen werden konnten. Wir freuen uns über Ihr großes Vertrauen, das sich in stets wachsenden Patientenzahlen und einer ausgesprochen freundlichen und konstruktiven Zusammenarbeit zeigt. Wir bedanken uns sehr herzlich dafür.
Wir haben aus dem Themenspektrum unserer Fachgebiete wieder aktuelle Themen herausgegriffen, von denen wir hoffen, dass sie Ihr Interesse finden. Es ist uns auch wieder gelungen, eine Reihe hochrangiger externer Experten zu gewinnen, die gemeinsam mit uns aktuelle Entwicklungen in der Infektiologie, der Bronchoskopie sowie der Onkologie bzw. Thoraxchirurgie darstellen werden. Wir hoffen, über diese Vorträge mit Ihnen in eine intensive Diskussion einsteigen zu können. Wir freuen uns daher, Sie am 03. und 04. Februar 2012 wie gewohnt im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne begrüßen zu dürfen.
Herzliche kollegiale Grüße
Ihre
Erich Hecker | Santiago Ewig | Eckhard Müller | Dirk Behringer | Stefan Könemann
Anmeldungen bitte bis zum 27.01.2012 per Fax an die 02323 – 49 89 2229 oder per Email an thoraxzentrum-hotline@evk-herne.de.
4. Thoraxsymposium des Thoraxzentrums Ruhrgebiet am 3. und 4. Februar 2012
Themen: Update 2012:
• Infektiologie und Hygiene in der Klinik
• COPD / Tuberkulose / Neues in der Bronchologie
• Entscheidung und spezielle OP-Techniken in der Thoraxchirurgie
• Entwicklung in Onkologie und Psychoonkologie
Dezember 2011

Blick in den Operationssaal.
Vor 30 Jahren fand am Evangelischen Krankenhaus Herne-Eickel der erste thoraxchirurgische Eingriff statt. Dr. Baldur Totzeck, der spätere Chefarzt der Klinik für Chirurgie, entfernte bei einem 53-jährigen Patienten einen Lungenlappen. Heute ist das EvK über 23.000 Operationen weiter, zertifiziert als Lungenkrebszentrum und als Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie. Der amtierende Chefarzt Dr. Erich Hecker hat diese Erfolgsgeschichte zum Anlass genommen, um am 10. Dezember im Westfälischen Museum für Archäologie ein bundesweit bislang einmaliges Symposium zum Thema Luftröhre (Trachea) zu veranstalten.
Insgesamt 35 internationale Referenten, die z.T. aus den U.S.A. anreisen, werden ihre neuesten Erkenntnisse über tracheale Erkrankungen von der Diagnostik bis hin zu den konservativen und operativen Behandlungsmöglichkeiten präsentieren. „Weltweit gibt es nur ein einziges Lehrbuch zu dem Thema, obwohl Thoraxchirurgen und Pneumologen tagtäglich mit der Luftröhre zu tun haben. Deshalb besitzt dieses Symposium einen so einmaligen Stellenwert“, erläutert Dr. Erich Hecker.
Er ist seit 2008 Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie und hat die Geschichte der Fachklinik zum Teil persönlich miterlebt, da er Anfang der 90er Jahre bei dem damaligen Chefarzt Dr. Baldur Totzeck seine thoraxchirurgische Ausbildung absolvierte. Im Jahr 2006 wurde das Thoraxzentrum Ruhrgebiet gegründet, ein Zusammenschluss der Thoraxchirurgie und der von Prof. Dr. Santiago Ewig geleiteteten Klinik für Pneumologie.
Mit Dr. Erich Hecker - der Schüler, der 2008 seinem Lehrer im Amt folgte - vollzog sich ein Generationswechsel. Modernste Diagnostik- und Operationsverfahren wurden eingeführt, die technische Ausstattung wurde versechsfacht. Diese Entwicklung hat noch lange nicht ihr Ende gefunden. Denn im April 2012 wird das neue Operations-Zentrum am EvK in Herne-Eickel eröffnet. Kostenpunkt: 17 Mio. Euro.
November 2011




Fotos: Firma Lilly - Volker Wiciok„Solange ich ihn nicht sehe, kriegt er mich auch nicht!“ Ruhrgebietsschauspieler Diether Krebs, der an Krebs erkrankt war, stürzte sich in seine Arbeit und stand weiter auf der Bühne, als ob nichts gewesen wäre. Bei der großartigen Veranstaltung „Rückenwind bei Lungenkrebs“ im Bochumer Hotel Park Inn erzählte Krebs-Sohn Moritz, wie die Familie mit der einschneidenden Diagnose umgegangen ist.
Man sei enger zusammengerückt, sei sich wieder näher gekommen. Moritz Krebs zog sogar wieder zu Hause ein, um seinem Vater näher zu sein. „Ich glaube, so nahe waren wir uns nie zuvor.“ Nur wenige wissen, dass auch seine Mutter an Lungenkrebs erkrankte und immer noch selbst Staubsaugen wollte. „Das dauert zwar länger“, sagte sie wohl immer, „aber ich WILL es selbst machen.“ Das ‚normale‘ Leben, so ließ Krebs durchblicken, müsse und könne auch so normal wie möglich weitergehen.
Auf dem Podium erläuterte eine ganze Reihe von Experten des Thoraxzentrums Ruhrgebiet (Augusta Bochum/EvK Herne), was bei der Diagnose Lungenkrebs medizinisch notwendig und zu beachten sei, welche Funktion z.B. Tumorkonferenzen haben, wie bei der Diagnose vorgegangen wird. Augusta-Chefonkologe Prof. Dirk Behringer, Strahlentherapeut Priv.-Doz. Dr. Stefan Könemann und Chef-Psychiaterin Christiane Wähner standen der sehr guten Moderatorin Maxi Biewer Rede und Antwort.
Die Augusta Kliniken sind als selbsthilfefreundliche Häuser zertifiziert und Annegret Hintz-Düppe als Selbsthilfebeauftragte der Häuser erläuterte, dass bereits in den einzelnen Abteilungen die Mitarbeiter darauf geschult sind, Betroffene an die richtigen Adressen zu verweisen.
Christiane Wähner erläuterte wie wichtig es sei, Familie und evtl. auch Freunde mit in die psychologische Betreuung einzubinden. „Es kommt der Zeitpunkt“, erinnerte sich Moritz Krebs, „da kannst du nicht mehr allein weitermachen.“ Er habe dann, so erzählt er, seinen ganzen Rucksack voll Sorgen und Probleme einfach einem Psychologen vor die Füße gekippt und gesagt, der solle das nun mal fein sortieren. „Damals gab es solche tollen Veranstaltungen noch nicht, wie wir sie hier und heute miterleben.“
Barbara Baysal, Berliner „Frontfrau“ der Selbsthilfe-Bewegung für Lungenkrebspatienten, erzählte aus eigener Erfahrung, wie es war, keine Selbsthilfegruppe zu finden. „Ich wollte gern mit Menschen sprechen, die das Gleiche hatte wie ich.“ Aber sie musste dann erst selbst eine solche Gruppe gründen. Heute ist sie der bundesweite Motor für Neugründungen. „Hier in Bochum gibt es auch ein Gruppe“, sagte sie, „mit einer sehr netten Ansprechpartnerin.“
Zum Ende der von der Firma Lilly gesponserten Veranstaltung gab es „Gesprächsinseln“, in denen Angehörige und Patienten den anwesenden Experten persönliche Fragen stellen konnten. Dieses Angebot wurde sehr gut angenommen.
November 2011
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
dieses Jahr ist für unsere Klinik ein ganz besonderes, denn wir blicken auf 30 Jahre Thoraxchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne zurück. Deshalb möchte ich Sie herzlich zu unserem einmaligen Jubiläums-Symposium einladen.
1981 erfolgte die erste Lobektomie am damals noch Evangelischen Krankenhaus Wanne-Eickel. Heute sind wir über 23.000 Operationen weiter, sind eigenständig zertifiziert als Lungenkrebszentrum und als Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie. Zusätzlich sind wir der thoraxchirurgische Behandlungspartner an den Onkologischen Zentren in Bochum und Dortmund. Die verschiedensten Medizintechnikfirmen haben uns als Deutsches Referenzzentrum (Storz, Olympus, Hitachi) erkoren, für Covidien wurden wir in diesem Jahr sogar „Reference Centre Europe“.
In einem ehemaligen Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung am Rande der Stadt Wanne- Eickel entstand eine hochmoderne thoraxchirurgische Kompetenzklinik, auf die wir sehr stolz sind.
Wir haben das 30-jährige Bestehen der Thoraxchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne (Thoraxzentrum Ruhrgebiet) zum Anlass genommen, erstmals in Deutschland eine Veranstaltung über das gesamte Gebiet der trachealen Erkrankungen, über Diagnostik, konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten zu gestalten. Namhafte Experten aus allen Fachgebieten werden Ihnen den aktuellen Stand des Wissens und ihre eigenen Erkenntnisse präsentieren.
Ich verspreche Ihnen eine geballte Ladung Sachkompetenz der Referenten, ausreichende Zeit für Ihre Diskussionswünsche, eine interessante Industrieausstellung und eine gute Versorgung für Ihr leibliches Wohl.
10. Dezember 2011 – Beginn 08.00 Uhr, Ende 16.00 Uhr
Archäologisches Museum, Herne, Europaplatz 1
Herzlich
Ihr
Dr. med. Dipl-Oec. Erich Hecker
Chefarzt Klinik für Thoraxchirurgie
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September 2011

Blick in den Operationssaal des Ambulanten OP-Zentrums im Ärztehaus an der Hordeler Straße.Das Gesundheitszentrum rund ums Evangelische Krankenhaus
Herne-Eickel nimmt immer mehr Gestalt an. Nach dem Ärztehaus
und dem neuen Radiologie-Gebäude wurden bereits
in einem ersten Fertigstellungs-Schritt die Bettenstationen des
noch im Bau befindlichen Operationszentrums eröffnet. Auch
die Radiologen haben inzwischen mit ihrer Nuklearmedizin
im Sockelgeschoss des Neubaus Einzug gehalten. Einen Einblick
in das umfangreiche Leistungsspektrum des EvK und seiner
Partner bot ein Tag der offenen Tür.
Über den richtigen Umgang mit Atemmasken klärten das Team des Schlaflabors und die Selbsthilfegruppe Schlafapnoe auf.Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen, um die Praxen und Gesundheitsfirmen im Ärztehaus und die Neuerungen am EvK kennenzulernen. So konnte man im Neurologie-Zentrum einen Demenz-Test machen, um seine Konzentrationsfähigkeit zu überprüfen. Führungen durch das Ambulante Operationszentrum im Ärztehaus, aber auch über die neuen Bettenstationen ermöglichten einen Blick hinter die Kulissen. Dazu gehörte ein Film des Thoraxzentrums, der eine Operation zeigte. Mit einer Sammlung alter OP-Instrumente demonstrierten die Thoraxchirurgen den Unterschied zwischen früher und heute.
Die neue Notfallaufnahme konnte besichtigt werden und auch
die Physiotherapie des EvK präsentierte ihre soeben in Betrieb
genommenen Räume und lud gleichzeitig zu verschiedenen
Bewegungs-Aktionen ein. Viele Besucher hatten ihren Spaß an
Gymnastikbällen oder Hocker-Gymnastik.
Das Schlaflabor demonstrierte gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe für Schlafapnoe die Funktion von Atemmasken, dazu gab es Blutdruck- und Blutzuckermessungen. Die Radiologie präsentierte Einblick in ihre hochtechnologische Untersuchungswelt und wer wissen wollte, wie das 14 Mio. teure OPZentrum am EvK in seiner endgültigen Form aussehen wird, konnte sich ebenfalls darüber informieren. Ein Imbiss und Getränke rundeten das Veranstaltungsprogramm ab.
Quelle: krankenhausbrief Nr. 216 Sept. ’11/41. Jhrg.
Mitteilungen für Patienten, Besucher und Mitarbeiter der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel gGmbH
Juni 2011
Thoraxzentrum Ruhrgebiet, Klinik für Innere Medizin, Ärztehaus und Radiologie am EvK Eickel bieten einen Einblick
Samstag, 09.Juli 2011, 11.00 bis 15.00 Uhr
Hordeler Str. 7–9, 44651 Herne
Sehr geehrte Damen und Herren,
das Gesundheitszentrum rund ums Evangelische Krankenhaus Herne-Eickel nimmt immer mehr Gestalt an. Nach dem Ärztehaus und dem neuen Radiologie-Gebäude konnten wir in einem ersten Fertigstellungs-Schritt die Bettenstationen unseres noch im Bau befindlichen Operationszentrums eröffnen. Auch die Radiologen haben bereits mit der Nuklearmedizin im Sockelgeschoss des Neubaus Einzug gehalten.
Wir möchten Sie nun herzlich einladen, sich im Rahmen eines Tages der offenen Tür einen Eindruck von dem umfassenden Gesundheitsangebot des Evangelischen Krankenhauses Herne und seiner Partner zu verschaffen. An diesem Tag möchten wir Ihnen die Gelegenheit bieten, unsere neue Panorama-Bettenstation kennenzulernen, das Thoraxzentrum Ruhrgebiet, die Klinik für Innere Medizin, die Radiologie Herne und das Ärztehaus mit seinen Praxen, der Apotheke und dem ambulanten Operationszentrum zu besichtigen.
Für Ihr kulinarisches Wohl wird unser Küchen-Team sorgen.
Wir würden uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.
Heinz-Werner Bitter
Geschäftsführer
Mai 2011
Mittwoch, 25. Mai 2011, um 17.00 Uhr im Westfaliastadion Herne
Im Einsatz sind Markus Misir (Moderation), Martina Wozniak (FIFA-Schiedsrichterin) und Dr. Hans-Johann Struckhoff (Spielerbetreuung).
Zur Stärkung gibt es Grillwürstchen und kühle Getränke. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zu Gunsten der Palliativstation wird gebeten.
Februar 2011

3.Thoraxsymposium am 11. + 12. Februar 2011
Themen:
Update 2011:
• Atemwegsinfektion - Schnittstelle ambulant/stationär
• Systemtherapie Bronchialkarzinom
• Lungenmetastasen/Pleuramesotheliom
• lokale (chirurgische) Strahlentherapie
Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, p>
es ist uns eine große Freude, Sie hiermit zum 3. Thoraxsymposium des Thoraxzentrums Ruhrgebiet einzuladen. Im Laufe des Jahres ist es uns gelungen, sowohl eine Zertifizierung als Thoraxchirugisches Kompetenzzentrum als auch als Lungenkrebszentrum zu erhalten. Zusammen mit steigenden Patientenzahlen belegt dies eine zunehmende Akzeptanz unserer Bemühungen um eine optimale Versorgung lungenerkrankter Patienten. Für Ihr Vertrauen dürfen wir uns auf diesem Wege auch bedanken.
In unserem diesjährigen Thoraxsymposium wollen wir wichtige und aktuelle Teile unserer aktuellen Konzepte in der Behandlung akuter respiratorischer Infektionen sowie von Lungentumoren darstellen. In der Behandlung respiratorischer Infektionen möchten wir vor allem die Schnittstellen von ambulanter und stationärer Versorgung beleuchten. Dargestellt werden auch alle neuen Entwicklungen auf dem Gebiet der antiinfektiven Therapie. Aus dem onkologischen Themenbereich haben wir die Aspekte medikamentöse Systemtherapie, Erhaltungstherapie, Radiochirurgie sowie Chirurgie des Pleuramesothelioms ausgewählt. Zudem bildet die optimale Behandlung von Lungenmetastasen einen großen Themenblock. Es ist uns auch dieses Jahr wieder gelungen, namhafte externe Experten zu gewinnen, so dass eine intensive und facettenreiche Diskussion ermöglicht wird.
Wir hoffen, mit dieser Themenauswahl Ihr Interesse gefunden zu haben und würden uns daher freuen, Sie am 11. und 12. Februar 2011 auf dem Symposium begrüßen zu dürfen.
Herzliche Grüße
Ihre
Erich Hecker | Santiago Ewig | Eckhard Müller | Dirk Behringer | Stefan Könemann
Januar 2011

Vor drei Monaten erhielt das Thoraxzentrum Ruhrgebiet am Evangelischen Krankenhaus Herne-Eickel von der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifikat Lungenkrebszentrum. Jetzt hat sich die Einrichtung ein weiteres Qualitätssiegel erarbeitet: das Zertifikat Thoraxzentrum - Kompetenzzentrum für Thoraxchirurgie, geprüft durch die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie. „Damit sind wir in Deutschland eine von nur vier Kliniken, die eine solche Doppelzertifizierung auf dem Gebiet der Lungenheilkunde vorweisen kann“, sagt Dr. Erich Hecker.
Der Chefarzt für Thoraxchirurgie leitet das Zentrum am EvK mit Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt für Pneumologie und Infektiologie. Gemeinsam versorgen sie alle Erkrankungen des Brustkorbs mit besonderen Schwerpunkten in der Behandlung der Kiel-Trichterbrust und Geschwulsten an der Wirbelsäule. Dazu kommen sämtliche Erkrankungen der Atemwege. Besondere Expertise besitzen die Thoraxchirurgen des EvK auf dem Gebiet der Schlüsselloch-Chirurgie. Je nach Erkrankung werden 50 bis 85 % der thoraxchirurgischen Eingriffe in dieser patientenschonenden Technik durchgeführt. Damit gehören die Herner zu den führenden Kliniken auf dem Gebiet der Thoraxchirurgie.
Die Patienten erwartet ein umfassendes Behandlungsspektrum, das bei der Diagnose einsetzt und bei der Nachbetreuung aufhört. Wesentlich ist die enge Zusammenarbeit der verschiedenen beteiligten medizinischen Fachdisziplinen. Darüber hinaus kooperieren die Herner mit sämtlichen Lungenfachkliniken und -abteilungen im östlichen und zentralen Ruhrgebiet und versorgen dadurch einen Einzugsbereich mit über 6 Mio. Menschen. Jeder Patientenfall wird in einer gemeinsamen Thoraxkonferenz besprochen, um für jeden Betroffenen ein individuelles Therapiekonzept zu erstellen. „Wir haben einen hohen Anspruch an unsere eigene medizinische Kompetenz. Deshalb haben wir uns bewusst gleich zwei Qualitäts-Prüfungen gestellt, um damit auch überdurchschnittliche Transparenz zu bieten“, sagt Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel gGmbH, zur erfolgreichen Doppel-Zertifizierung des Thoraxzentrums und des Lungenkrebszentrums.
Oktober 2010

von links: PD Dr. Stefan Könemann, Prof. Dr. Santiago Ewig, Prof. Dr. Dirk Behringer, Dr. Erich Hecker.Innerhalb von zwei Jahren ist es der Doppelspitze Dr. Erich Hecker und Prof. Dr. Santiago Ewig gelungen, das Thoraxzentrum Ruhrgebiet zum Expertenzentrum für Lungenkrebs im östlichen Ruhrgebiet zu führen. Die Deutsche Krebsgesellschaft besiegelte jetzt den hohen Qualitätsanspruch der Chefärzte für Thoraxchirurgie und Pneumologie mit dem Zertifikat Lungenkrebszentrum. Damit ist die Einrichtung mit Sitz am Evangelischen Krankenhaus Herne-Eickel die einzige Klinik im Ruhrgebiet, die dieses Qualitätssiegel aufweisen kann – neben der Ruhrlandklinik Essen, die für das westliche Revier zuständig ist.
Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet mit den Standorten Herne-Eickel und Bochum hat sich mit weiteren Klinikpartnern in Castrop-Rauxel, Dorsten, Dortmund, Essen und Witten sowie niedergelassenen Ärzten in Bochum, Herne und Dortmund zusammengeschlossen, um optimale Bedingungen für die Behandlung von Lungenkrebspatienten anzubieten. In diesem Verbund werden jährlich über 600 Primärdiagnosen behandelt.
Einer besonders scharfen Qualitätskontrolle wurde die Thoraxchirurgie unterworfen. Unter anderem wurde die Komplikationsrate geprüft. Die Deutsche Krebsgesellschaft schreibt eine Obergrenze von 5 % vor. Mit einer Rate von 2 % liegt das EvK weit darunter.
Dabei führen die Thoraxchirurgen an der Hordeler Straße ihre Operationen früher Krebsstadien zu 85 % nach der Schlüsselloch-Methode durch. Damit sind sie – neben Berlin und Stuttgart – bundesweit das einzige Lungenkrebszentrum, das diese Technik als Routineverfahren etabliert hat.
Im Lungenkrebszentrum Herne-Bochum arbeiten neben Thoraxchirurgen und Pneumologen Radiologen, Nuklearmediziner, Strahlentherapeuten und Onkologen zusammen. Basis sind die von der Deutschen Krebsgesellschaft vorgegebenen Leitlinien, die aber auf jeden Patienten individuell zugeschnitten angewendet werden.
Mai 2010

Klinik-Führer 2010/2011Zum vierten Mal haben sich das Evangelische Krankenhaus Herne und das EvK Castrop-Rauxel dem revierweiten Klinik-Vergleich gestellt, durchgeführt von dem Initiativkreis Ruhrgebiet. Mit Erfolg, denn in der Auswertung gehören die Fachkliniken der Krankenhausgemeinschaft wieder einmal zu dem Kreis der Besten im Ruhrgebiet. Der Klinik-Führer versteht sich als Orientierungshilfe für Patienten, wenn es um die Wahl des Krankenhauses geht. „Aus unserer Sicht hervorhebenswert ist, dass alle in dem Führer verzeichneten Kliniken mit ihrer Teilnahme an dem Vergleich beweisen, dass sie ein Höchstmaß an Transparenz für ihre Patienten wollen“, sagte Rainer Klöppel, Initiativkreis Ruhrgebiet, bei der Präsentation des Klinik-Führers.
Sowohl im EvK Herne als auch im EvK Castrop-Rauxel herrscht Freude über das positive Echo der untersuchten Fachkliniken bei niedergelassenen Ärzten und Patienten. Bewertet wurden die fachliche Kompetenz in der Abteilung, die apparative Ausstattung, die Kommunikation mit den niedergelassenen Ärzten und schließlich wurde erhoben, ob die Befragten die Abteilung weiter empfehlen würden. Bei den Patienten wurde erfragt, ob sie mit Ärzten, Pflege und dem Behandlungserfolg zufrieden waren.
Einen Spitzenplatz nimmt im EvK Herne wieder die Viszeralchirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. Matthias Kemen ein. Positiv hervorgetan haben sich auch die Thoraxchirurgie unter der Leitung von Dr. Erich Hecker und die Klinik für Gefäßchirurgie unter der Leitung von Dr. Shoaeddin Damirchi. Im Bereich Neurologie gehört die Klinik unter der Leitung von Dr. Joachim Klieser zu den zehn besten und im Bereich Gynäkologie ist die Frauenklinik unter der Leitung von PD Dr. Gabriele Bonatz und Luljeta Korca unter den ersten zehn. Darüber hinaus haben sich auch die Kliniken für Unfallchirurgie/Orthopädie unter der Leitung von Prof. Dr. Ulrich Eickhoff sowie die Pneumologie unter der Leitung von Prof. Dr. Santiago Ewig sowie die Klinik für Innere Medizin mit ihren beiden Chefärzten Prof. Dr. Friedrich Jockenhövel und Dr. Markus Freistühler erfolgreich dem Leistungsvergleich gestellt.
Im EvK Castrop-Rauxel wurde besonders positiv die Klinik für Allgemeinchirurgie unter der Leitung von Dr. Henning G. Schulz und Dr. Christoph Wiemer bewertet. Die Frauenklinik unter der Leitung von Robert Kralemann ist ebenfalls unter den zehn besten des Ruhrgebiets, und zwar sowohl mit ihrer Geburtshilfe als auch mit ihrer Gynäkologie. Darüber hinaus stellten sich auch die Klinik für Innere Medizin I mit ihrer Geriatrie und der Gastroenterologie unter der Leitung von Dr. Holger Gespers sowie die Klinik für Innere Medizin II mit ihrer Kardiologie unter der Leitung von Dr. Jürgen Jahn und die Klinik für Neurologie unter der Leitung von Dr. Ralf Kuhlmann dem revierweiten Vergleich.
Insgesamt nahmen 51 Krankenhäuser aus dem gesamten Ruhrgebiet an dem Projekt teil. Untersucht wurden 21 verschiedene medizinische Fachbereiche. Dazu wurden 800 Ärzte befragt sowie die Fragebogen von 28.000 Patienten ausgewertet. Die Daten wurden von dem Picker-Institut erhoben. Dazu stand ein Gremium aus Spitzenmedizinern und der Boston Consulting Group bei der Konzeption des Klinik-Führers beratend zur Seite.
Der Klinik-Führer 2010/2011 ist im Klartext-Verlag erschienen und ab sofort im Buchhandel erhältlich.
April 2010

Februar 2010
Experten treffen Experten beim 2. Thoraxsymposium am 12. und 13. Februar im Herner Archäologiemuseum

2.Thoraxsymposium am 12. + 13. Februar 2010Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet mit seinen Standorten am Evangelischen Krankenhaus in Herne-Eickel und an der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum präsentierte sich am 12./13. Februar im Herner Archäologiemuseum mit dem 2. Thoraxsymposium erneut als Vorreiter auf dem Gebiet der Behandlung des Bronchialkarzinoms. „Dank unserer hochspezialisierten Ausstattung, die sich stets nach den neuesten medizinischen Erkenntnisse ausrichtet, gehören wir jetzt zu den wenigen großen Thoraxzentren in Deutschland, die sämtliche Behandlungsmöglichkeiten anbieten können“, sagte Dr. Erich Hecker, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie. Themenschwerpunkte des Symposiums sind neue Diagnostik- und Therapieverfahren, die neuen Leitlinien zur Behandlung von Lungenkrebs sowie die wichtigsten neuen Erkenntnisse in der pneumologischen Infektiologie.
Lungenkrebs ist immer noch die häufigste zum Tode führende bösartige Tumorerkrankung, Tendenz zunehmend. Waren es 1960 noch 30.000 Menschen, die an Lungenkrebs starben, stieg die Zahl 2003 auf 40.000 und 2009 weiter auf 43.000 Fälle an. Entsprechend intensiv wird in der Medizin an neuen Therapie- und Diagnostikformen gearbeitet, um den Betroffenen helfen zu können. So hat es allein in den vergangenen zwei Jahren eine deutliche Weiterentwicklung gegeben. Die maßgeblich daran beteiligten Experten waren auf dem 2. Thoraxsymposium als Referenten zu Gast und stellten die von ihnen entwickelten Verfahren vor.
So hat Prof. Dr. Klaus Junker den weltweit geltenden Standard für die Stadieneinteilung von Lungenkrebs entworfen, die als Grundlage für die Ermittlung der Reaktion von Patienten auf Chemotherapie gilt. Prof. Dr. Dieter Ukena und Dr. Albert Linder haben gemeinsam die Bedingungen für die Zulassung von Lungenkrebszentren formuliert. Prof. Dr. Klaus Wiedemann gilt als der renommierteste Thorax-Anästhesist Deutschlands der letzten 30 Jahre und ist im Wesentlichen mitverantwortlich dafür, wie heute überall in der Thoraxchirurgie Narkosen durchgeführt werden.
Neben den Vorträgen der externen Experten bot das Symposium auch einen Einblick in das Konzept des Thoraxzentrums sowie in die Therapieangebote der angeschlossenen Fachkliniken. Es stellten sich vor: Dr. Erich Hecker, einer der deutschen Experten in der minimalinvasiven Thoraxchirurgie, der Pneumologe Prof. Dr. Santiago Ewig und der Anästhesiologe und Intensivmediziner Prof. Dr. Eckhard Müller als deutschlandweite Experten in der Infektiologie, der Onkologe Prof. Dr. Dirk Behringer als Vorreiter einer individualisierten Krebstherapie sowie Priv.-Doz. Dr. Stefan Könemann, in dessen Strahlentherapiezentrum eine der modernsten Strahlentherapie-Anlagen Deutschlands steht.
„Das enge Zusammenwirken so vieler medizinischer Disziplinen und Kliniken zum Wohle von Lungenkrebspatienten in einer einzigen Institution ist für das Ruhrgebiet in dieser Form einzigartig“, so Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel. In Zukunft wird jedes Jahr ein Symposium auf nationaler Ebene zum Thema „Update Bronchialkarzinom“ und pneumologische Infektiologie“ stattfinden, darüber hinaus alle zwei Jahre ein internationaler Thorax-Kongress zu wechselnden Themen.

Januar 2010
Sehr verehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,
wir freuen uns sehr, Sie zum 2. Thoraxsymposium des Thoraxzentrums Ruhrgebiet einladen zu dürfen.
In der Diagnostik und Therapie von Patienten mit Bronchialkarzinom hat sich viel verändert. Gerade ist eine sehr wichtige und weitreichende S3-Leitlinie von deutschsprachigen Experten zu diesem Thema fertig gestellt worden.
Wir möchten Ihnen gerne einen Überblick geben über alle neuen Aspekte, insbesondere die neue TNM-Klassifikation, Standards im Staging sowie den Stellenwert neuer Therapieformen. Außerdem haben wir die Zertifizierung von Lungenkrebszentren zum Thema gemacht. Darüber hinaus möchten wir Ihnen noch „hot topics“ der pneumologischen Infektiologie, die in der täglichen Praxis von hoher Relevanz sind, vorstellen.
Wir haben zu diesen Themen angesehene Experten aus ganz Deutschland gewinnen können, mit uns gemeinsam den Stand des Wissens und zukünftige Entwicklungen zu präsentieren.
Es würde uns sehr freuen, Sie in diesem Rahmen begrüßen zu dürfen und mit Ihnen persönlich ins Gespräch zu kommen.
Herzliche Grüße
Ihre
Erich Hecker | Santiago Ewig | Eckhard Müller | Dirk Behringer | Stefan Könemann
September 2009
„Antiinfektive Therapie: Was kann man von der Pharmakodynamik lernen?“
„Antibiotikatherapie – Wo stehen wir bei Pneumonie und Sepsis heute ?“
Juli 2009

Dr. Martina Neddermann, leitende Oberärztin der Schlaflabore Thoraxzentrum Ruhrgebiet und Leiterin des Studienzentrums, mit Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt für Pneumologie und Infektiologie, Thoraxzentrum Ruhrgebiet, im Monitorraum des Schlaflabors.
Das Zentrum zur Behandlung von Lungenkrebspatienten aus dem Raum Dortmund hat sich seit Januar 2009 am Knappschaftskrankenhaus Dortmund etabliert. In dem Thoraxchirurgen und Chefarzt der Herner Klinik, Dr. Erich Hecker, fanden die Dortmunder einen kompetenten Partner für alle operativen Eingriffe an der Lunge.
Das Schlaflabor des Thoraxzentrums Ruhrgebiet am Evangelischen Krankenhaus Herne nimmt zur Zeit an einer der größten internationalen Studien teil, die bislang in der Schlafmedizin durchgeführt worden sind. Ziel dieser Studie ist es herauszufinden, ob eine Behandlung der schlafbezogenen Atmungsstörungen bei Patienten, die unter einer Pumpschwäche des Herzens, einer chronischen Herzinsuffizienz, leiden, die körperliche Verfassung der Betroffenen deutlich verbessert. „Sollten diese positiven Effekte durch die Studie bewiesen werden - und so sieht es eigentlich jetzt schon aus - dann wird diese Erkenntnis einen wichtigen Einfluss auf die zukünftige Therapie von Herzinsuffizienz-Patienten haben und zu einer Erhöhung ihrer Lebenserwartung und einer Verbesserung ihrer Lebensqualität führen“, erklärt Dr. Martina Neddermann, leitende Oberärztin der Schlaflabore Thoraxzentrum Ruhrgebiet und Leiterin des Studienzentrums.
Es gibt zwei Arten von Schlafstörungen. Die bekannteste ist die obstruktive Schlafapnoe, bei der der Patient während der Nacht unter Atemaussetzern leidet. Das zweite sind die zentralen schlafbezogenen Atmungsstörungen oder auch Cheyne-Stokes-Atmung genannt. Bei der Cheyne-Stokes-Atmung kommen die Atemaussetzer nicht durch die blockierten oberen Atemwege zustande, sondern durch eine Fehlsteuerung des Atemzentrums im Gehirn. Diese Störungen treten während des Tages und insbesondere während der Nacht auf. Problematisch ist, dass diese Störungen von den Patienten oder ihren Angehörigen häufig nicht wahrgenommen werden.
Patienten, die an einer Herzinsuffizienz erkrankt sind, klagen häufig über Luftnot bei körperlicher Belastung oder in schwereren Fällen sogar über Luftnot in Ruhe. Weitere Beschwerden sind geschwollene Knöchel oder Unterschenkel, häufiges nächtliches Wasserlassen und unruhiger Schlaf. Durch die schlafbezogene Atemstörung mit deutlichen Atempausen von bis zu 30 bis 40 Sekunden während des Schlafens kann es zu einem drastischen Sauerstoffabfall kommen. Dadurch bedingt entsteht ein Sauerstoffmangel in Organen wie Herz, Gehirn oder Niere, was zu einer Verschlechterung der Organfunktionen führt. Die durch den Sauerstoffabfall automatisch verursachte Weckreaktion und die fehlende Tiefschlafphase haben eine Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit zur Folge und verursachen ein Gefühl von Müdigkeit, Schlappheit und mangelnder Erholung.
Diese Tatsache macht die Cheyne-Stokes-Atmung gerade für Herzinsuffizienz-Patienten so gefährlich. Denn zusätzlich zu der ohnehin schon vorhandenen Pumpschwäche des Herzens kommt eine weitere Minderung der Pumptätigkeit durch die Cheyne-Stokes-Atmung hinzu. „Hier setzen wir an, indem wir alle Kardiologen und Hausärzte der Region für dieses Phänomen sensibilisieren und gemeinsam mit den Kollegen die Patienten ambulant voruntersuchen, um heraus zu finden, welcher Patient im weiteren in unserer Klinik schlafmedizinisch diagnostiziert und gegebenenfalls mittels einer Schlafmaske therapiert wird“, sagt Dr. Martina Neddermann. Bislang habe man festgestellt, dass rund 50 Prozent der an einer Herzinsuffizienz erkrankten Patienten auch unter schlafbezogenen Atemstörungen leiden. Davon sind die Hälfte der Patienten an einer nächtlichen Atemstörung mit den Symptomen und Folgen der Cheyne-Stokes-Atmung erkrankt. Die nach der Diagnostik erfolgte Beatmungstherapie mittels Atemmaske (während der Nachtruhe) führte bei allen Patienten bereits zu einer subjektiv deutlich spürbaren Verbesserung von Lebensqualität und körperlichem Leistungsvermögen.
In der Serve-HF-Studie spielt das Schlaflabor an der Hordeler Straße in Wanne-Eickel eine zentrale Rolle. Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet weist von allen europaweiten Studienzentren die höchste Teilnehmerzahl auf und ist somit das größte kardiologisch-schlafmedizinische Netzwerk der Welt. Beteiligt sind Kardiologen aus Herne, Bochum, Castrop-Rauxel, Recklinghausen, Gelsenkirchen, Dortmund, Witten, Marl und Gladbeck. Federführend sind dabei die Kardiologie-Praxis Dr. Karl-Georg Furche, Dr. Jürgen Schlichting, Dr. Peter Staubach und die Gemeinschaftspraxis Dr. Michael Tenholt, Dr. Gerold Metzger, Dr. Bettina Drexling. Stationär im EvK behandelte Patienten werden von Prof. Dr. Friedrich Jockenhövel, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, betreut. Gestartet wurde die Studie im Januar 2008, mit dem endgültigen Ergebnis ist voraussichtlich Anfang 2013 zu rechnen. Ziel ist es, dass alle Herzinsuffizienz-Erkrankten künftig automatisch auch schlafmedizinisch untersucht werden, um so gemeinsam mit den Kardiologen einen höheren Therapie-Erfolg und damit eine Verbesserung der Lebensqualität für die betroffenen Patienten erreichen zu können.
Kontakt: Sabine Sawicki, Schlaflabor im Thoraxzentrum Ruhrgebiet, 02323/4989-2249, montags und dienstags 7.00 bis 13.00 Uhr
Februar 2009

Chef-Thoraxchirurg Dr. Erich Hecker (2. v. l.) mit seinen Dortmunder Kooperationspartnern.Das Zentrum zur Behandlung von Lungenkrebspatienten aus dem Raum Dortmund hat sich seit Januar 2009 am Knappschaftskrankenhaus Dortmund etabliert. In dem Thoraxchirurgen und Chefarzt der Herner Klinik, Dr. Erich Hecker, fanden die Dortmunder einen kompetenten Partner für alle operativen Eingriffe an der Lunge.
Nach der klassischen medizinischen Aufteilung werden Lungenkrankheiten in Deutschland bisher medikamentös mit Chemotherapie in Kliniken für Innere Medizin durch Internisten, mit Bestrahlung durch die Strahlentherapie oder operativ in chirurgischen Kliniken behandelt. Im Lungenzentrum Dortmund sind nun Spezialisten aller beteiligten medizinischen Richtungen in ein großes, fachübergreifendes Team integriert. „Dass beispielsweise Thoraxchirurgen mit zum Team gehören, ist leider noch nicht in allen Lungenzentren der Fall, obwohl die komplette operative Entfernung des Tumors, wenn dies möglich ist, die besten Chancen auf eine Heilung bietet“, sagt Dr. Erich Hecker, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie im Thoraxzentrum Ruhrgebiet mit Standorten in Herne und Bochum. Seine Klinik, die nun mit dem Lungenzentrum Dortmund im Knappschaftskrankenhaus zusammenarbeitet, ist eine der größten Spezialabteilungen in Deutschland. Besonderen Wert wird hier auf die gewebeschonende, minimalinvasive Operation gelegt. Durch spezielle chirurgische Techniken gelingt es oft, eine drohende Lungenflügelentfernung zu umgehen. Gesundes Lungengewebe bleibt erhalten, was für den Patienten eine deutlich höhere Lebensqualität bedeutet im Vergleich zu einer Lungenflügelentfernung.
Ziel des Lungenzentrums ist es, innerhalb möglichst kurzer Zeit für jeden Erkrankten eine individuelle Behandlungsempfehlung zu erarbeiten. Dies geschieht in der Tumorkonferenz, ein Gremium, in dem Lungenfachärzte, Onkologen, Radiologen, Thoraxchirurgen, Psychoonkologen, Pathologen, Schmerztherapeuten und Sozialarbeiter zusammenkommen. Auch niedergelassene Ärzte, die hier die Krankheitsbilder ihrer Patienten vorstellen können, zählen zum Teilnehmerkreis der Tumorkonferenz.
Weitere Informationen:
Klinik für Thoraxchirurgie 02323/4989-2212
September 2008

Dr. med. Erich HeckerDurch die Einrichtung von zertifizierten Zentren lassen sich die Überlebenschancen von Lungenkrebspatienten um bis zu 20 Prozent steigern. Zu diesem Schluss kamen die über 600 Teilnehmer der 17. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie in Bremen. Die Zertifizierung erfolgt durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Zusätzlich werden thoraxchirurgische Spezialzentren durch die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie zertfiziert werden. Eines dieser Lungenkrebszentren und der thoraxchirurgischen Spezialzentren soll im Thoraxzentrum Ruhrgebiet entstehen. Das kündigte Dr. Erich Hecker, Kongresspräsident der Jahrestagung und Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie am Evangelischen Krankenhaus Herne, an.
Wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichen Behandlung von Lungentumoren ist die Thoraxchirurgie. Hier bezog die medizinische Fachgesellschaft zum ersten Mal klar Position für den Einsatz minimal-invasiver Operationstechniken. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass Eingriffe über schlüssellochgroße Schnitte für den Patienten in vielen Fällen die bessere Alternative zur klassischen Öffnung des Brustkorbs ist. Als einer der Spezialisten in Deutschland gilt Dr. Hecker. Seine Klinik in Herne-Eickel ist eine der wenigen Hospitationsstätten der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie für minimal-invasive Thoraxchirurgie in Deutschland.
Doch nicht nur die Behandlung von Lungenkrebs, sondern auch präventive Maßnahmen beschäftigen die Thoraxchirurgen. Rund 80 Prozent aller Tumoren gehen auf Nikotinkonsum zurück, acht bis zehn Prozent aller Raucher erkranken an Lungenkrebs. „Besonders problematisch ist, dass so viele Jugendliche zur Zigarette greifen“, beklagt Chefarzt Dr. Hecker. Deshalb bietet die Klinik für Thoraxchirurgie für Schulen ab Klasse 8 kostenlose Aufklärungsveranstaltungen sowie gemeinsam mit der Klinik für Pneumologie Raucherentwöhnungsprogramme an.
Im Rahmen des Kongresses ging es darüber hinaus grundsätzlich um den Stellenwert der Thoraxchirurgie innerhalb der medizinischen Landschaft. Hier wurde ein Nachwuchsmangel beklagt, der sehr stark auf das zu geringe Lehrangebot an den Universitäten zurückgehe. Deshalb waren sich die Tagungsteilnehmer einig, dass der gezielten Förderung von Nachwuchs besondere Aufmerksamkeit zukommen müsse. Der Bedarf an Thoraxchirurgen werde in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Spezialprogramme, wie z.B. FIT (Frauen in der Thoraxchirurgie), sollen Neuanfängern, Quereinsteigern und Rückkehrern gute Chancen in der Thoraxchirurgie bieten.
Sekretariat Thoraxchirurgie
Telefon: 02323 - 4989 2212
thoraxchirurgie@evk-herne.de
Juni 2008
Der englische Begriff Weaning steht für Beatmungsentwöhnung und betrifft Patienten, die auf eine maschinelle Atemunterstützung angewiesen sind. Um diese Menschen wieder auf eine normale Atmung umzustellen, ist eine aufwändige Betreuung notwendig. Diese wird auf Spezial-Stationen, den Weaning-Stationen geleistet. Eine solche Station hat jetzt das Evangelische Krankenhaus Herne an der Hordeler Straße in seinem Thoraxzentrum eingerichtet. Damit kann das EvK als einziges Krankenhaus im mittleren Ruhrgebiet eine solche Spezial-Einrichtung aufweisen.
Notwendig wurde die Einrichtung einer solchen Station, da es immer mehr schwere Lungenerkrankungen zu verzeichnen gibt, deren Versorgung mit einer künstlichen Beatmung verbunden ist. Hinzukommt die wachsende Zahl von Menschen, die im hohen Alter operiert werden und die zum großen Teil ebenfalls über einen längeren Zeitraum auf maschinelle Atemunterstützung angewiesen sind. Der Entwöhnungsprozess weg von der Maschine hin zur normalen Atmung ist sehr aufwändig und personalintensiv.
Deshalb gibt es im gesamten Ruhrgebiet nur zwei weitere Krankenhäuser, die eine Weaning-Station betreiben. Normalerweise geschieht die Entwöhnung auf der Intensivstation. „Dies ist aber für die Betroffenen nicht optimal, da dort Patienten mit sehr unterschiedlichen Krankheitsbildern betreut werden müssen und aufgrund der hauptsächlich dort laufenden Akutversorgung wenig Ruhe herrscht“, gibt Oberarzt Dr. Kaid Darwiche zu bedenken.
Die 4-Betten-Station im Thoraxzentrum Ruhrgebiet hingegen strahlt eine eher entspannende Atmosphäre aus, die schon allein durch die farblich völlig andere Gestaltung vermittelt wird. Betreut wird sie von einem Fach-Team, das von den Oberärzten Dr. Richard Wolf und Dr. Kaid Darwiche geleitet wird. Eine entscheidende Rolle für eine sanfte und erfolgsversprechende Entwöhnung spielt in diesem Team der Einsatz einer speziell ausgebildeten Atemtherapeutin. Sie hat die Aufgabe, die Vitalitätsfunktionen zu verbessern und die Atemmuskulatur zu kräftigen. Damit der Patient nach dem Weaning auch zu Hause optimal versorgt ist, kümmert sich frühzeitig der Sozialdienst des EvK um die Anschlussbetreuung.
Da sich das Konzept der neuen Station schon jetzt so stark bewährt hat, dass Patienten aus anderen Krankenhäusern nach Wanne-Eickel verlegt werden, ist in naher Zukunft ein weiterer Ausbau dieser neuen Einrichtung geplant. Für das Thoraxzentrum Ruhrgebiet ist das ein weiterer Schritt auf dem Weg, seine überregionale Bedeutung auszubauen.
Kontakt:
Klinik für Pneumologie
Telefon: 02323 498-92454
Mai 2008
Mit Dr. Erich Hecker bricht für die Klinik für Thoraxchirurgie im Thoraxzentrum Ruhrgebiet eine neue Ära an. Der gebürtige Herner hat seinen Chefarztsessel im Bremer Klinikum-Ost verlassen, um die Thoraxchirurgie in Eickel zu einer der innovativsten Kliniken Europas auszubauen. Für die Errichtung eines neuen Operations- und Bettentraktes sowie die Ausstattung der Thoraxchirurgie mit der modernsten Medizintechnik in Deutschland investiert das Evangelische Krankenhaus Herne rund 15 Mio Euro. Gemeinsam mit Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, wird Dr. Hecker ein Behandlungskonzept auf modernstem medizinischen Niveau anbieten, das das gesamte Spektrum der Erkrankungen der Atemwege, der Lunge, des Mittelfellraums, der Brustwand und der Speiseröhre umfasst.
An der Seite von Dr. Erich Hecker wird gleichzeitig ein achtköpfiges Mediziner-Team aus Bremen Einzug an der Hordeler Straße in Herne-Eickel halten. Über 50 verschiedene Operations-Techniken bietet Dr. Hecker gemeinsam mit seinem Experten-Team an. Wichtig ist ihm dabei, möglichst viele seiner Eingriffe minimalinvasiv durchzuführen, um dem Patienten das belastende Öffnen des Brustkorbs zu ersparen. Je nach medizinischer Indikation erfolgen mehr als 65 Prozent der Operationen auf dem Wege der „Schlüssellochchirurgie“. Einzelne OP-Techniken sowie die dazugehörigen Instrumente wurden von ihm maßgeblich mitentwickelt. Bei vier bedeutenden Medizingerätefirmen, für die die Klinik für Thoraxchirurgie Referenzzentrum ist, besitzt Dr. Hecker beratende Funktion bei der Konzeption neuer Produkte.
Unter der Leitung des vormaligen Chefarztes Dr. Baldur Totzeck avancierte die Thoraxchirurgie des EvK Herne zu einer bedeutendsten Kliniken Nordrhein-Westfalens für die Behandlung von Bronchialkarzinomen. Diesen Vorsprung möchte Dr. Hecker weiter ausbauen sowie den Fokus auf neue, zusätzliche Schwerpunkte richten. So bietet er als einer der wenigen Thoraxchirurgen Deutschlands ab sofort Eingriffe per Thorakoskopie an, d.h. auf minimalinvasivem Wege, wie z.B. die Korrektur einer Trichterbrust oder die Entfernung von Lungenkrebs. Einzigartig für das Ruhrgebiet ist die geplante Kinderthoraxchirurgie für kleine Patienten ab einem Lebensalter von einem halben Jahr.
Ein bundesweit thoraxchirurgisch nur von Dr. Hecker und seinem Team durchgeführtes Operationsverfahren betrifft die endobronchiale Lungenvolumenreduktion für Patienten mit einem schweren Lungenemphysem. Während früher bei diesem Krankheitsbild die Lunge chirurgisch verkleinert oder sogar eine Transplantation vorgenommen wurde, setzen Dr. Hecker und sein Team auf bronchoskopischem Wege Titan-Ventile ein, die die Aufgabe haben, überflüssige Luftansammlungen aus den Lungenlappen entweichen zu lassen, um dadurch Raum für die gesunden Bestandteile der Lunge zu schaffen. Unter einem Lungenemphysem leiden in Deutschland bis zu fünf Mio Menschen.
Zum Konzept des neuen Chefarztes für Thoraxchirurgie gehört die enge Kooperation mit anderen medizinischen Fachdisziplinen, wie Pneumologie, Hals-Nasen-Ohren, Unfall-, Viszeral-, Gefäß- und plastische Chirurgie. Darüber hinaus ist es ihm wichtig, mit allen niedergelassenen Ärzten, aber auch Krankenhäusern gut zusammenzuarbeiten, um im Interesse der Patienten die bestmögliche Therapielösung auf schnellstem Wege anbieten zu können. Dazu gehört aus Sicht von Dr. Hecker, dass Betroffene, die eine Spezial-Diagnostik benötigen oder sich einem operativen Eingriff unterziehen müssen, unverzüglich und ohne lange Wartezeiten einen Termin im Thoraxzentrum Ruhrgebiet erhalten.
April 2008
Dr. Erich Hecker betrat das Evangelische Krankenhaus in Eickel zum ersten Mal als Student, der seine schmale Kasse durch einen Pflege-Job aufbessern wollte. Als Chefarzt für Thoraxchirurgie ist er jetzt dorthin zurückgekehrt. Walter Tschirch, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft, knüpfte diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, als er Dr. Hecker während der offiziellen Einführungsveranstaltung im Westfälischen Museum für Archäologie viel Glück für die Tätigkeit im Thoraxzentrum Ruhrgebiet wünschte.
Dr. Erich Hecker betrat das Evangelische Krankenhaus in Eickel zum ersten Mal als Student, der seine schmale Kasse durch einen Pflege-Job aufbessern wollte. Als Chefarzt für Thoraxchirurgie ist er jetzt dorthin zurückgekehrt. Walter Tschirch, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft, knüpfte diese Verbindung zwischen Vergangenheit und Zukunft, als er Dr. Hecker während der offiziellen Einführungsveranstaltung im Westfälischen Museum für Archäologie viel Glück für die Tätigkeit im Thoraxzentrum Ruhrgebiet wünschte.
„Einer trage des anderen Last“ - diesen Wochenspruch gab Superintendent Reiner Rimkus in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krankenhausgemeinschaft dem neuen Chefarzt mit auf den Weg. Als Mediziner habe er in Herne-Eickel die Aufgabe übernommen, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter-Team die Patienten von der Last ihrer Krankheit zu befreien oder ihnen zu helfen, sie besser zu ertragen.
PD Dr. Godehard Friedel, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Thoraxchirurgie, wandte sich in seinem Grußwort zunächst an Aufsichtsrat und Geschäftsführung und empfahl, Dr. Hecker als einen Vertreter der raren Spezies der Thoraxchirurgen „zu hegen und zu pflegen“. An den neuen Chefarzt gerichtet, formulierte er „große Hoffnungen und Erwartungen“ in ein Thoraxzentrum, von dem sich die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie viele wissenschaftliche Impulse erhoffe.

Superintendent Reiner Rimkus, Dr. Erich Hecker, Prof. Dr. Santiago EwigAus Bremen angereist war Birgit Alpers, Klinikpflegeleitung des Klinikums Bremen-Ost, wo Dr. Erich Hecker zuvor als Chefarzt tätig gewesen war. Sie beschrieb das dort gemeinsam gelebte Leitungsmodell von Medizin und Pflege, dessen Erfolg vor allem auf gegenseitiger Wertschätzung fußte. Kurze Behandlungswege, unkonventionelle Lösungen, rechtzeitige Absprachen, kein Beharren auf formale Strukturen um jeden Preis seien das Grundprinzip der Zusammenarbeit gewesen.
Eine andere Kooperation beschwor Prof. Dr. Klaus Wiedemann, emeritierter Direktor der Klinik für Anästhesie der Klinik für Thoraxchirurgie an der Universität Heidelberg, herauf: das enge Miteinander von Anästhesist und Thoraxchirurg. Gemeinsam arbeite man an einem der vitalsten Organe, nämlich der Lunge. „Das kann nur vor dem Hintergrund des Vertrauens in die Fachkompetenz des jeweils anderen funktionieren“, betonte er. Darüber hinaus verwies er auf den besonderen Stellenwert einer speziellen Schmerztherapie, die sich nach den besonderen Erfordernissen minimalinvasiver thoraxchiruirgischer Eingriffe richte.
Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt für Pneumologie, hieß Dr. Erich Hecker als Kollege und Partner im Thoraxzentrum Ruhrgebiet willkommen. Er stellte das Thoraxzentrum als Einrichtung vor, in der viele Spezialisten zusammentreffen. Diese verfügten in ihrer Gesamtheit über ein gewaltiges Wissen und Können. Doch nur wenn der einzelne Spezialist sich auch ein Stück zurücknehmen könne, sei ein effektives Miteinander im Team möglich. „Ein Team sein bedeutet, die Zusammenarbeit aktiv zu suchen und den anderen in seiner Fähigkeit kennenlernen zu wollen“, stellte Prof. Ewig in seinem Vortrag heraus.
Als Gast aus Amerika konnte Prof. Dr. Frank Detterbeck, Chefarzt der Klinik für Thoraxchirurgie der Universität Yale, begrüßt werden. Er trat dafür ein, dass in der modernen onkologischen Thoraxchirurgie einerseit eine große Offenheit für neue Therapieformen und Problemlösungen existieren müsse, dass diese aber auch andererseits nicht kritiklos und ohne gesicherte Erkenntnisse übernommen werden dürften.
Zielorientiert, zeitnah, individuell - so skizzierte Dr. Erich Hecker seine Vorstellung von der Patientenversorgung im Thoraxzentrum Ruhrgebiet. Die Behandlung solle stets durch alle beteiligten Fachdisziplinen gemeinsam erfolgen, um so eine Therapieoptimierung zu erzielen. Derzeit werden nur 62 Prozent der thoraxchirurgischen Operationen in Deutschland in Fachkliniken durchgeführt. Vor diesem Hintergrund ist es der erklärte Wunsch des neuen Chefarztes, aus dem Thoraxzentrum Ruhrgebiet ein „Center of Excellence“ von überregionaler medizinischer Bedeutung zu machen. „Bei all dem wird stets der Patient im Mittelpunkt meines persönlichen Fokus stehen“, schloss Dr. Hecker seinen Vortrag.
April 2007

Prof. Dr. med. Santiago EwigIn den letzten Jahren hat sich die Häufigkeit von Asthma sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen vervierfacht. Darauf weist der Deutsche Allergie- und Asthmabund zum Weltasthmatag am 1. Mai hin. Prof. Dr. Santiago Ewig, Chefarzt für Pneumologie und Infektiologie am Evangelischen Krankenhaus Herne, hat festgestellt, dass auch die Schwere der Asthma-Erkrankung steigende Tendenzen zeigt.
Schuld an dieser Entwicklung ist die Umwelt. Eine Studie, die Kinder im Westen und im Osten Deutschlands miteinander vergleicht, hat ergeben, dass Kinder im Osten mehr unter einer chronischen Bronchitis leiden, während Kinder im Westen deutlich stärker von Asthma betroffen sind. „Das ist deshalb so interessant, weil hier zwei genetisch sehr nahe Populationen untersucht worden sind“, erklärt Prof. Ewig. Im Osten habe man es mit einer stärker belasteten Umwelt zu tun. Diese Tatsache habe eine Bronchitis begünstigt, aber einen Schutz gegen die Entwicklung von Asthma bedeutet.
Ausgangspunkt einer Asthmaerkrankung ist zumeist eine Pollenallergie. Rund 16 Prozent aller Deutschen leiden jährlich unter dem sogenannten Heuschnupfen. „So verrückt das klingt, aber Pollenallergien sind die Ersatzreaktion eines unterforderten Immunsystems. Der Körper findet keine gefährlichen Substanzen, die es abzuwehren gilt und sucht sich nun Beschäftigung, indem er sich auf eigentlich völlig harmlose Partikel wie Pollen stürzt“, erläutert der Lungenspezialist das Phänomen.
Problematisch an Allergien ist, dass sie für den Betroffenen ein gesteigertes Asthmarisiko in sich bergen. Asthma in seiner Extremform bedeutet für den Kranken permanente Atembeschwerden, eingeschränkte Belastbarkeit und schwere Schlafstörungen. „Der Großteil der Asthmakranken kommt mit Medikamenten zurecht, doch wenn der Verlauf so problematisch ist, dass der Kranke unter schwerer Luftnot leidet, ist ein stationärer Aufenthalt unumgänglich“, so der EvK-Chefarzt. Im Thoraxzentrum Ruhrgebiet am EvK erfolgt dann eine differenzierte Lungenfunktionsanalyse sowie eine Asthma-Schulung und Beratung.
Allerdings müssen asthmatische Beschwerden nicht unbedingt Symptom für eine Asthma-Erkrankung sein. Sie können auch auf eine chronisch obstruktive Bronchitis (COPD) oder Raucherlunge hinweisen. Damit die korrekte Therapie erfolgen kann, ist eine entsprechende Untersuchung zur genauern Abklärung der Diagnose beim niedergelassenen Arzt notwendig.
Weitere Informationen unter Telefon 02323/498-92454 (Sekretariat Prof. Dr. Ewig)
November 2006

Das Team des SchlaflaborsEine neue medizintechnische Ausstattung, eine veränderte räumliche Gestaltung und eine Vergrößerung des Teams sorgen für deutlich verbesserte Diagnose- und Therapiemöglichkeiten.
„Uns sind zwei Dinge wichtig: Präzise Diagnostik, wie unsere neuen Messgeräte sie bieten, und ein besonderer Service für unsere Patienten“, betont Dr. Martina Neddermann, Oberärztin am Thoraxzentrum und Leiterin des Schlaflabors. Dazu gehört auch die Erweiterung des Teams um vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So ist eine wesentlich individuellere Betreuung der einzelnen Patienten möglich.
Neu ist außerdem das Zusatzangebot einer Schlafuntersuchung am Wochenende. Die enge Verbindung zum zweiten Schlaflabor des Thoraxzentrums in der Augusta-Krankenanstalt Bochum schafft überdies eine deutliche Verkürzung der Wartezeiten.
Seit über zehn Jahren ist das mehrfach zertifizierte Schlaflabor am EvK in Eickel in Betrieb. Insgesamt vier Plätze in vollklimatisierten Einzelzimmern bieten Patienten mit Schlafstörungen die Chance, ihre Problematik nach neuesten medizinschen Erkenntnissen diagnostizieren zu lassen. Wird festgestellt, dass nicht organische, sondern seelische Probleme der Grund für eine Schlafstörung sind, bietet die Schlafschule des Thoraxzentrums in Herne die Möglichkeit, diese im Rahmen einer Therapie zu behandeln.
Tel. 02323/498-92249 (Sabine Sawicki, Annette Blöchinger) oder
Tel. 0234/517-2482 (Holger Janert).
Juli 2006

Die beiden Oberärzte Richard Wolf (li.) und Dr. Kaid Darwiche mit dem neuen Endobronchialen Ultraschall.Diese Untersuchungstechnik ist besonders für Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs von Bedeutung. Denn mit einem herkömmlichen Bronchoskop lässt sich ein Lungentumor häufig nicht erreichen. Dank des Endobronchialen Ultraschalls jedoch kann der untersuchende Arzt feststellen, ob die Lymphknoten, die außerhalb der Luftröhre liegen, von einem Tumor befallen sind. Die Lymphknoten sind wichtig, da über sie der Transport des Gewebswassers aus der Lunge nach außen erfolgt. Dieses Gewebswasser beinhaltet die Information über einen möglichen Tumor in der Lunge.
Durch eine Punktion der Lymphknoten während der Untersuchung wird innerhalb kürzester Zeit diagnostiziert, ob eine Krebserkrankung vorliegt und wie ausgedehnt sie ist. Entsprechend schnell können die notwendigen Therapiemaßnahmen für den Patienten eingeleitet werden.
Über 80.000 Euro hat das EvK Herne in die Anschaffung des Endobronchialen Ultraschalls investiert. Für die Patienten des Thoraxzentrums Ruhrgebiet bedeutet der Einsatz dieser Untersuchungsmethode eine große Erleichterung. Denn um eine Aussage über den Zustand der Lymphknoten zu treffen, ist bisher immer ein kleiner operativer Eingriff notwendig. „Vielen Patienten kann man dies jetzt ersparen“, so Dr. Darwiche.
Das Thoraxzentrum Ruhrgebiet ist eine gemeinsame Einrichtung der Kliniken für Pneumologie und Infektiologie sowie der Klinik für Thoraxchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Herne und der Augusta-Kranken-Anstalt Bochum. Es wird geleitet von Prof. Dr. Santiago Ewig und Dr. Baldur Totzeck.
Weitere Informationen unter Tel. 02323/498-93454 (Sekretariat Prof. Dr. Santiago Ewig, Thoraxzentrum Ruhrgebiet).
Mai 2006

Die Gründer der neuen Schlafschule Herne (v.l.): Heinz-Werner Bitter, Dr. Martina Neddermann, Dipl.-Psych. Uwe Machleit, Prof. Dr. Santiago Ewig, Dipl.-Psych. Walter Krappatsch und Ulrich Froese.In seinen Schlaflaboren in Herne-Eickel und Bochum-Mitte behandelt das Thoraxzentrum Ruhrgebiet seit Jahren erfolgreich Menschen mit massiven Schlafstörungen. Auf der Basis dieser Arbeit hat sich eine neue Einrichtung entwickelt: die Interdisziplinäre Schlafschule Herne. „Hier haben wir die Chance, vor allem den Menschen zu helfen, die aus psychischen Gründen unter schweren Schlafstörungen leiden“, erklärt Oberärztin Dr. Martina Neddermann, Leiterin beider Schlaflabore des Thoraxzentrums Ruhrgebiet. Mit der neuen Schlafschule komplettiert sich das Behandlungsangebot der Schlafmediziner des Evangelischen Krankenhauses Herne.
Jeder 5. Deutsche leidet unter massiven Schlafstörungen. Neben körperlichen Problemen ist die Ursache zunehmend im psychischen Bereich zu finden. Leistungsdruck und Überforderung setzen vielen Menschen derart zu, dass sie keinen Schlaf finden können. Betroffen ist vor allem die Altersgruppe zwischen 35 und 45 Jahren. „Dazu gehört der unter Dauerstress stehende Angestellte genauso wie die junge Mutter, die wegen ihrer Kinder jahrelang nicht durchschlafen konnte und ihren eigenen Schlafrhythmus verloren hat“, erläutert Dr. Martina Neddermann.
In der Schlafschule lernen die Patienten unter professioneller Anleitung, wie sie ihre Schlafprobleme am besten lösen können. Das Ganze beginnt mit einer Ursachenforschung, wo der Grund für den gestörten Schlaf liegt. Manchmal liegt es nur an einfachen Dingen wie falsche Ernährung oder zu viel Fernsehen direkt vor dem Schlafengehen. Dazu werden Techniken vermittelt, wie man am besten Stress abbauen kann. Handelt es sich um schwerwiegende seelische Probleme, die die Schlafstörung verursachen, steht ein Diplom-Psychologe bereit für eine professionelle Betreuung.
Der Vorteil der Interdisziplinären Schlafschule Herne besteht in der engen Anbindung an die Schlaflabore und an das Thoraxzentrum Ruhrgebiet am EvK Herne. Damit ist eine gründliche Diagnose gewährleistet, die auf einem interdisziplinären Ansatz fußt. Das bedeutet, dass bei Bedarf neben dem Schlafmediziner ein Lungenspezialist, ein Schilddrüsenspezialist, ein Ernährungsmediziner und ein Psychologe beteiligt werden.
Die Kurse in der Schlafschule werden in Form von Wochenendseminaren, von einwöchigen Kursen oder als Kurs mit mehreren Einzeleinheiten angeboten. Die Übernahme der Kosten kann bei den Krankenkassen beantragt werden.
Nähere Informationen zur Interdisziplinären Schlafschule Herne bietet eine Veranstaltung am 21. Juni, dem Tag des Schlafes, um 18.00 Uhr in der Kapelle des EvK Herne, Wiescherstraße 24.
Das Team:
Schlaflabor EvK Herne 02323/498-92249
Schlaflabor Augusta-Kranken-Anstalt 0234/517-2482
April 2006
Mit großem Erfolg ist Prof. Dr. Santiago Ewig als Chefarzt der Abteilung für Pneumologie am Evangelischen Krankenhaus Herne in der Betriebsstelle Eickel gestartet. Das stellte Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft, bei der offiziellen Einführung von Prof. Ewig deutlich heraus. Über 350 zusätzliche Patienten konnten in den ersten drei Monaten des Jahres gewonnen werden. Vor 130 Gästen im Mondpalast zeichnete der neue Chefarzt anschließend in seinem Vortrag „Pneumologie - eine Utopie“ seine Ideal-Vorstellung vom patientennahen Handeln eines Mediziners.
In seiner Begrüßung stellte Heinz-Werner Bitter heraus, dass in Zukunft alle Krankenhäuser vor erheblichen Herausforderungen stehen. Hauptaufgabe werde es sein, sich im Wettbewerb zu behaupten. Im Zuge dieses Prozesses ist der Neubau eines Ärztehauses neben der Betriebsstelle Eickel geplant. Superintendent Reiner Rimkus, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Krankenhausgemeinschaft, mahnte Prof. Ewig bei allem Einsatz für seine Patienten nicht die Bedürfnisse der eigenen Familie zu vergessen. Sehr persönliche Grußworte aus der Augusta-Kranken-Anstalt, in der Prof. Ewig zusätzlich mit einer halben Stelle seinen Dienst als Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Infektiologie versieht, überbrachte PD Dr. Dirk Behringer, Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie. „Dass Ihnen bei Ihrer Tätigkeit im Thoraxzentrum Ruhrgebiet niemals die Luft ausgehen wird“. wünschte Prof. Dr. Ulrich Eickhoff, Ärztlicher Direktor des EvK Herne, dem neuen Kollegen.
Nach den offiziellen Grußworten wagte Prof. Dr. Ewig mit seinem Vortrag „Pneumologie - eine Utopie“ einen Blick in die medizinische Zukunft. Dabei verwies er auf die enorme Entwicklung die die Therapiemöglichkeiten gerade auf dem Gebiet der Pneumologie genommen haben. Doch warnte er davor, nur einseitig die durch technischen Fortschritt bedingten wachsenden Heilungschancen zu sehen. Es widerstrebe ihm, den Patienten ausschließlich auf der Basis einer Medikamentenbehandlung zu versorgen. Psychotherapie, Atemtherapie und Psychoonkologie besitzen aus seiner Sicht einen ebnso hohen Stellenwert und führen seiner Meinung nach dazu, dass der Patient lernt, anders mit seiner Krankheit umzugehen und auf diese Weise ihren Verlauf positiv zu beeinflussen.
Prof. Ewig betonte, ihm fehle bei den Medizinern vermehrt die Wahrnehmung des Patienten als Subjekt. Den meisten gehe es nur um das Objekt Krankheit. Dabei sei praktische Medizin nicht allein auf „das Machen“ ausgerichtet, sondern vor allem auf „das Handeln am Menschen“. Mehr Kommunikation zwischen Arzt und Patient sei notwendig, mehr Freiraum für Pflegekräfte, sich tatsächlich um den Patienten zu kümmern, ihn zu betreuen, so wie es menschlich notwendig wäre. „Denn eines muss uns klar sein“, schloss er seinen Vortrag. „Den Kampf um Gesundheit um jeden Preis können wir ohnehin nicht gewinnen.“
März 2006
Mit dem neuen Argon-Plasma-Beamer hat das Thoraxzentrum Ruhrgebiet am Evangelischen Krankenhaus Herne sein Therapieangebot erweitert. Der feine Beamer wird per Bronchoskop in die Lunge eingeführt, um dort Tumore zu behandeln. Die Behandlung erfolgt durch präzise dosierte Stromstöße, die das betroffene Gewebe ohne chirurgischen Eingriff entfernen oder einen Tumor so eindämmen, dass Patienten mit Atemnot wieder frei atmen können.
„Das Besondere an unserem neuen Gerät ist, dass wir durch das Leitungsmittel Gas, Argon, berührungslos arbeiten können. Das heißt, wir bleiben mit der Beamer-Spitze nicht am Gewebe haften und erzeugen dadurch keine Wunden“, erklärt Dr. Kaid Darwiche, Oberarzt für Pneumologie im Thoraxzentrum Ruhrgebiet.
Früher wurde bei schwerer Atemnot, die durch einen Tumor bedingt war, per chirurgischem Eingriff die Lunge entfernt. Mit der neuen Methode ist man nun in der Lage, den behindernden Tumor zu entfernen und die Lunge zu erhalten. Für betroffene Patienten bedeutet das, dass sie sich jetzt nur noch einem unaufwändigen Eingriff zu unterziehen brauchen, der unter Lokalanästhesie erfolgt.
Februar 2006
Zum ersten Mal fand vom 24. bis 25. Februar ein Thorax-Symposium in Herne statt. Veranstalter war das neu gegründete Thorax-Zentrum Ruhrgebiet, eine Einrichtung der Kliniken für Pneumologie und Infektiologie sowie der Klinik für Thoraxchirurgie des Evangelischen Krankenhauses Herne und der Augusta-Kranken-Anstalt-Bochum. Im Thoraxzentrum werden Menschen mit schweren Atemwegserkrankungen behandelt. Die Patienten profitieren von der engen Kooperation zwischen Pneumologie und Thoraxchirurgie, die die besondere Bedeutung des Zentrums ausmacht.
Das Symposium befasste sich schwerpunktmäßig mit den Themen Onkologie, Infektiologie und Schlafmedizin. Zukunftsweisende Diagnose- und Therapiemöglichkeiten standen im Mittelpunkt der 22 Vorträge. Neben renommierten Medizinern aus dem gesamten europäischen Raum war auch das Ärzteteam des Thoraxzentrums Ruhrgebiet unter den Referenten vertreten, um einen differenzierten Einblick in das Behandlungsspektrum zu bieten.
Die mit Abstand häufigste Krebstodesursache in Deutschland ist das Lungenkarzinom. Umso bedeutsamer sind die jüngst erzielten Fortschritte in Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen. „Ein weiteres Problem, das uns immer mehr beschäftigt, sind resistente Erreger. Eine Ursache hierfür liegt in einem nicht immer sachgerechten Umgang mit Antibiotika“, so Prof. Dr. Santiago Ewig. Der Chefarzt für Pneumologie und Infektiologie leitet das Thoraxzentrum Ruhrgebiet gemeinsam mit Dr. Baldur Totzeck, Chefarzt für Thoraxchirurgie. Es sei wichtig, möglichst vielen Medizinern die große Bedeutung einer leitliniengerechten Therapie zu vermitteln.
Eine deutliche Verbesserung ist hingegen bei den Techniken der Beatmung bei schlafbezogenen Atmungsstörungen und chronischem Atemversagen deutlich verbessert. Die therapuetischen Potentiale dieser Behandlungsformen sind noch bei weitem nicht ausgeschöpft.
Das Thorax-Symposium ist als feste Einrichtung geplant. Einmal im Jahr werden sich hier Mediziner treffen, um aktuelle Erkenntnisse zu diskutieren. „Im deutschen Raum gibt es viel zu wenige Lehrstühle für Pneumologie oder Thoraxchirurgie mit negativen Folgen für die Versorgung Lungenkranker. Wir denken, dass wir mit unserem Veranstaltungsangebot einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung dieser Lage leisten können“, so Prof. Dr. Ewig und Dr. Totzeck.
Prof. Dr. Santiago Ewig (02323/498-92454), Chefarzt Pneumologie
Januar 2006
Prof Dr. Santiago Ewig heißt der neue Chefarzt im Evangelischen Krankenhaus Herne, Betriebsstelle Eickel. Gemeinsam mit Dr. Baldur Totzeck, Chefarzt für Thoraxchirurgie und Chirurgie, wird er das neue Thoraxzentrum Ruhrgebiet leiten. Mit der fachlichen Verstärkung durch einen Pneumologen und Infektiologen baut das EvK Herne seine vorhandenen Kapazitäten zu einem überregionalen Kompetenzzentrum für Lungenerkrankungen aus.
Während Dr. Totzeck den chirurgischen Part vertritt, ist Prof. Ewig für Diagnose und Therapie zuständig. Der Schwerpunkt des neuen Chefarztes liegt im Bereich der Onkologie, Infektiologie, Schlaf- und Beatmungsmedizin, der obstruktiven Lungenerkrankungen (z.B. Asthma oder Raucherlunge) und der Lungengerüsterkrankungen.
Ein Hauptaugenmerk des Pneumologen gehört der Onkologie. Hier bietet die Betriebsstelle Eickel des EvK Herne nach umfangreichen Umbaumaßnahmen und der Ausstattung mit neuer, hochmoderner Medizintechnik optimale Bedingungen für die Diagnose und Behandlung von Tumorerkrankungen. Insgesamt wurden über 210.000 Euro in die Neugestaltung der Abteilung investiert.
Daneben zeichnet sich Prof. Ewig durch besondere Kompetenz als Infektiologe aus. Der Mitautor aller nationalen und europäischen Behandlungsleitlinien besitzt eine große Expertise bei akuten Infektionen der Atemwege, z.B. der Tuberkulose.
Im Bereich der Beatmungs- und Schlafmedizin kann Prof. Ewig auf ein etabliertes Schlaflabor zurückgreifen. Hier werden Patienten mit schlafbezogenen Atmungsstörungen und chronischer Ateminsuffizienz diagnostiziert und behandelt. Hier erfolgen auch Einstellungen auf eine Heimbeatmung.